Die
aufgrund seiner Thermalquelle bekannte Siedlung
Oravice befindet sich im Nord-westlichem
Teil der West-Tatra (Západné Tatry) auf dem
Gebiet der Podtatranská brázda. Eine erste
Erwähnung dieses Gebietes reicht bis in das
Jahr 1371 zurück. Ab dem 17. Jahrhundert
entstand eine sehr eng mit dem Bergbau sowie
der Forstwirtschaft verbundene Siedlungsstruktur.
Als Zeitzeuge dieser Bergbautradition gilt
noch heute die in den Jahren 1871 - 1820
errichtete und 1860 renovierte Kapelle der
heiligen Anna. In diese Zeitperiode fällt
auch die erste touristische Entdeckung dieser
Region durch Jagd- und Naturliebhaber.
Erst im Jahre 1931 wurde eine Bergsteigerhütte
errichtet, in derem Umfeld sich eine touristische
Infrastruktur entwickelte. Dabei ist Oravice
in der Gegenwart ein modernes Erholungs-
und Tourismuszentrum, dass vorallem wegen
seiner geothermalen Quelle bekannt ist. Die
bis in eine Tiefe von 1.606 Meter reichende
Thermalquelle verfügt über eine Ergiebigkeit
von ca. 120 Litern/Sekunde. Dem ursprünglich
bis zu 57 Grad warmen Thermalwasser wird
aufgrund seiner Zusammensetzung (Schwefel,
Ca++, Mg++) eine heilende Wirkung bei Erkrankungen
des Bewegungsapparates, der Harnwege und
Nieren zugeschrieben. In mehreren Bassin
kann das auf 32 - 37 Grad abgekühlte Thermalwasser
genutzt werden.
Ein besonderer Besuchermagnet ist der neu
entstandene Meanderpark, ein Wellnes- und
Erholungszentrum in modernem und angenehmen
Ambiente.
Oravice ist Ausgangspunkt für touristische Unternehmungen
in die umliegenden Täler "Tichá", "Suchá" und "Mihulèia
dolina".
Zu
erreichen auf der Fernverkehrsstraße 59/E77 über
Dolný Kubin,
Podbiel und Tvrdo¹in bis Trstená, hier abzweigen
auf Verbindungsstraße 520
in Richtung Vitanová. In Vitanová entsprechend
Wegweisung weiter bis Oravice. Alternativ
aus Richtung Polen (Grenzübergang Suchá hora)
über Verbindungsstraße 520 erreichbar.
Tagesgäste aus der Region Hohe-Tatra sollten
direkt über Polen anreisen (Lysá Poµana,
Zakopane, Suchá Hora).
Es bestehen ganztägig regelmäßige Busverbindungen
nach Trstená.