Geschichtlich reichen die nachweisbaren Wurzeln
des Siedlungsgebietes bis in die Zeit um 120
- 180 nach Christi zurück. Im Jahre 1793 wurde
erstmals durch den Grafen Stephan Csáky, auf
Anregung durch den evangelischen Pfarrer Thomas
T. Mauksch (Geschichte der Zipser Sachsen),
eine Jagdhütte in der Nähe der "Sauerquellen" errichtet.
In den Folgejahren, besonders in der 1. Hälfte
des 19. Jahrhunderts, entwickelte sich die
Siedlung nach Errichtung weiterer Gebäude
(Hotels, Restaurants, Kureinrichtungen) zu
einem besonders bei ungarischen Gästen beliebten
Heilbad-Kurort. Eine besondere dynamische
Entwicklung nahm der Ort mit der Bahnanbindung
nach Poprad (1908) sowie der Errichtung der
Standseilbahn nach Hrebienok (Pozemná lanová
dráha na Hrebienok) im Jahre 1908.
Ab 1947 wurde Starý Smokovec der Verwaltungssitz
des Bezirkes Vysoké Tatry (Hohe-Tatra), der jedoch ab 1960 dem Bezirk Poprad
(Deutschendorf) zugeordnet wurde.
Durch einen Orkan entstanden am
19.11.2004 großflächige
Schäden
an den angrenzenden Waldflächen, wodurch der ursprünglich dichte
Baumbestand nahezu vollständig zerstört wurde. In Folge dessen
wüteten
Anfang August des Jahres 2005 in unmittelbarer
Nähe des Siedlungsgebietes
mehrtägige Waldbrände, die in einer spektakulären Löschaktion
erst wenige Meter vor Nový Smokovec gestoppt werden
konnten. Das Ortsbild der Gemeinde, insbesondere
seine idylische Lage inmitten von dichten Nadelwäldern, wurde durch
die Ereignisse dramatisch verändert.
Nový Smokovec (Neuschmecks)
Westlich von Starý Smokovec gelegene Siedlung (1.000
m ü.d.M.) mit ca. 700 Einwohnern. Der heutige
Heilkurort wurde im Jahre 1876 von MUDr. M.
Szontágh (1843-1899) als eine der ersten ganzjährig
betriebenen klimatischen Heilanstalten in der
Tatra-Region gegründet. Im Jahre 1925 erfolgte
der Bau eines Tuberkulosesanatoriums. Nach
1948 entstand am südwestlichen Rand der Ortschaft
die Wohnsiedlung Sibír, später das Hotel Bystrina
und im Jahr 1970 das Hotel MS-70.
Dolný Smokovec (Unterschmecks)
Außerhalb des Siedlungsverbundes von Starý Smokovec gelegene (890 m
ü.d.M.) Ortschaft mit ca. 1.000 Einwohnern.
Die Siedlung entstand im Jahre 1881 auf Initiative
des aus Ke¾marok stammenden Lehrers Josef Bohu¹
nach Plänen des Architekten Gedeon
Majunke aus Spi¹ská Sobota. Heute ist die
Siedlung ein wichtiges Kurzentrum zur Behandlung
von Luftwegserkrankungen bei Kindern. Seit 1958 gehört die Wohnsiedlung "Pod
Lesom" ebenfalls zu Dolný Smokovec.
Horný Smokovec (Oberschmecks)
Der im Osten gelegene Teil des Siedlungsverbundes (950 m ü.d.M.) wurde
erst ab 1926 erschlossen. Zuvor war dieser
Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Kurgäste
aus Starý Smokovec und wurde wegen seiner schönen Aussicht (hölzerner
Aussichtsturm) auch als "Pekná Vyhliadka" (Schöne
Aussicht) benannt. Ab 1938 erhielt die sich
entwickelnde Siedlung den heutigen Namen.
Starý Smokovec ist idealer Ausgangspunkt für eine
Vielzahl touristischer Unternehmungen und Ausflüge
aller Schwierigkeitsgrade. Besonders empfehlenswert
ist ein Ausflug zu den imposanten Wasserfallkaskaden
der "Vodopády
Studeného potoka" (Kohlbachwasserfälle).
Weitere interessante Touren (überwiegend markiert) sind:
Die Region um Smokovce verfügt während der Wintermonate über hervorragende
Wintersportbedingungen auf mehreren gut ausgebauten
Abfahrtpisten mit Skilift (Pod
Lessom, Jakubková
lúka, Hrebienok)
und verschieden Langlaufloipen.