Das Gebiet der West-Tatra als geomorphologischer
Bestandteil der Tatra umfasst ein Gebiet von ca. 400
km2 und gliedert sich in die 6 Teilgebiete
Osobitá, Sivý vrch, Liptovské Tatry, Roháče, Červené
vrchy und Liptovské kopy. Im Osten führt die Grenze
zur Vysoké Tatry unmittelbar vom Gebirgssattel Ľaliové
sedlo (1.947 m ü.d.M.) über den hinteren Teil des
Tales Tichá Dolina zum Bergsattel Závora und von dort
durch das Tal Kôprová Dolina bis in den Ort Podbanské
am Fuße des Kriváň. Im Westen reicht das Gebiet der
West-Tatra bis zum Gebirge Chočské Vrchy.
Im Durchschnitt sind die Gipfel des ca. 32 km langen,
streckenweise stark zerklüfteten Gebirgskammes mit
seinen Nebenhorsten 300 m niedriger als die Gipfel
in der Hohen-Tatra. Die höchsten Gipfel befinden sich
jedoch auch hier außerhalb des Hauptkammes in den
südlichen Nebenhorsten. Der höchste Gipfel dieses
Gebirges ist der Bystrá (2.248 m ü.d.M.). Den Hauptkamm
schließt im Westen der Gipfel Biela skala (1.316 m
ü.d.M.) im Osten der Gipfel Kasprowy Wierch ab. Zwischen
diesen beiden Gipfeln befinden sich im Hauptkamm noch
27 weitere Gipfel, von denen 20 eine Höhe von mehr
als 2.000 m besitzen.
Innerhalb der West-Tatra existieren mehr als 20 kleinere
Gebirgsseen, als Überbleibsel der früheren Gletschertätigkeit
in dieser Region.