Die Belaer-Tatra verfügt in ihrem westlichen Teil
über eine typische Hochgebirgscharakteristik mit steilen,
zerklüfteten Gipfeln und gerade abfallenden Gesteinswänden.
Im Gegensatz hierzu ist der östliche Teil niedriger
und bildet einen gemäßigten leicht welligen Gebirgskamm
aus.
Während der Eiszeit gab es 9 Gletscher, wobei der
größte bis zu 2,5 km Länge erreichte.
Hinsichtlich des geologischen Aufbaus unterscheidet
sich die Belaer-Tatra grundlegend von der angrenzenden
Hohen-Tatra. Sie besteht im wesentlichen aus verschiedenen
Schichten mesozoischer Sedimente (Sandstein, Kalksteine
und Dolomiten mit Schiefern), die in ihren Schichtungsflächen
gegen Norden geneigt sind und somit Ursache für die
charakteristischen Berghänge sind. Das schnell verwitternde
Kalkgestein bildet fruchtbare, leicht rötlich erscheinende
Lehmböden aus, die die Grundlage der reichhaltigen
Gebirgsflora sind. Die in der Hohen-Tatra häufig anzutreffenden
weitläufigen Geröllhalden und Felsblöcke fehlen in
der Belaer-Tatra vollständig.
Bedingt durch den geologischen Aufbau verfügt die
Belaer-Tatra über einen Karstbereich mit hochgebirgsartigen
Karsterscheinungen. Hierzu zählen insbesondere die
in diesem Gebiet zahlreich vorhandenen Höhlen und
Felslöcher, von denen jedoch nur die oberhalb der
Ortschaft Tatranská
Kotlina befindliche Höhle "Belianské
jaskyòa" für den Besucher zugänglich ist. Mit
201 m zählt die Höhle "Tristarská jaskyòa"
zu den Tiefsten in der Belaer-Tatra.
Auf dem Areal der Belaer-Tatra befinden sich keine
Gebirgsseen bzw. Wasserfälle.