Das Wetter in der Tatra-Region ist
durch Unbeständigkeit geprägt. Besonders
in den Sommermonaten kommt es innerhalb von wenigen
Stunden zu plötzlichen Wetterwechseln bei intensiver
Gewittertätigkeit. Während dieser Zeit werden
sonnige Vormittagsabschnitte um die Mittagszeit häufig
durch intensive Gewitter und Regenschauer abgelöst.
Zum Abend hin beruhigt sich das Wetter, so dass zu
Nachmittag und Abend wiederum sonnige und klare Wetterverhältnisse
herrschen. Zudem können aufgrund der Luftströmungen
im Sommer die Gipfel der Tatra tagelang im Dunst,
Nebel und Wolkenschleiern verborgen bleiben, obwohl
im Tatra-Vorland sonniges und wolkenloses Wetter vorherrscht.
Am stabilsten sind die Wetterverhältnisse im
August bis Anfang Oktober, wobei hier bereits mit
deutlich kühleren Temperaturen zu rechnen ist.
Die Anfang Oktober beginnenden Inversionswetterlagen
führen besonders in den Tal- bzw. Beckenlagen
aufgrund von Nebel, Dunst zu ungünstige Witterungsverhältnissen.
In den Monaten Januar bis Ende Februar tritt in den
höheren Lagen der größte Schneefall
auf, wobei diese Monate jedoch durch starke Winde
gekennzeichnet sind. Erst in den folgenden Monaten
kann dann mit besseren Witterungsverhältnissen
gerechnet werden, die den Wintersport bis in den April
hinein erlauben.
Charakteristisch für die Tatra-Nordseite sind
die warmen föhnartigen Winde, die aus dem Süden
mit einer Geschwindigkeit zwischen 20 - 60 m/s herabströmen
und orkanartige Ausmaße annehmen können.
Diese Winde werden als "wiatr halny" (dt.
Almwind) bezeichnet und bringen häufig auch Regen
mit sich.
Wichtiger Hinweis für Wanderungen und Klettertouren
Touristische Unternehmungen in Form von Wanderungen
und Klettertouren sind in der Tatra-Region ganzjährig
möglich, soweit nicht einzelne Gebiete ganzjährig
oder saisonal gesperrt sind. Aufgrund der Witterungsverhältnisse
während der Winter-, Frühjahrs- und Herbstmonate
sind jedoch im Einzelfall besondere Vorkehrungen hinsichtlich
der Tourenausrüstung und Bekleidung dringend
erforderlich. Auskünfte über die Wetterlage
und ggf. notwendige Sicherungsmaßnahmen können
über den Bergrettungsdienst eingeholt werden.
Grundsätzlich ist auch während der Sommermonate
mit plötzlich auftretenden Schneeschauern zu
rechnen, die die Begehbarkeit der Wander- bzw. Kletterrouten
erheblich verschlechtern können. Zudem treten
auch in Schönwetterperioden erhebliche Temperaturunterschiede
während der Tageszeiten, bei Gewittern und Wetteränderungen
auf, so dass warme Kleidung, Wetter- und Windschutz
als Selbstverständlichkeit gelten.