In den Wintermonaten beträgt
die durchschnittliche Lufttemperatur im Vorland der
Tatra -5 bis -6° Celsius. Über 1.000 m ü.d.M.
sinkt die Durchschnittstemperatur während dieser
Zeit bis auf -12° Celsius (Lomnický stít)
ab. Bei ruhigen Wetterverhältnissen kommt es
zudem zu "Winterinversionen",
in denen die kalten Luftmassen in die Täler und
Becken unterhalb des Gebirges absinken und hierdurch
die wärmere Luft nach oben verdrängen. An
dieser Luftmassengrenze bilden sich an den Berghängen
bis in die Tal-Lagen häufig Dunst-, Nebel sowie
niedrige geschlossene Wolkenfelder aus, wobei der
Himmel in den höheren Gebirgslagen sonnig und
wolkenlos ist. Eine derartige Wetterlage kann mehrere
Tage anhalten.
Ab April werden diese Inversionswetterlagen selten. Die
Temperaturen steigen bis Ende Mai in den Tal- und
Beckenlagen auf durchschnittlich 11° Celsius,
in den Gebirgs- und Hochgebirgslagen auf -2 bis 10°
Celsius an. In den Sommermonaten bis September bewegen
sich die Temperaturen zwischen
12 und 15° Celsius, in den höheren Lagen
um die 4° Celsius. In den Monaten Juni und Juli kann die
Temperaturdifferenz zwischen den höheren
Gebirgslagen und dem Gebirgsvorland bei Hochdruckwetterlagen
bis zu 20° Celsius erreichen. Ab Oktober sinken die Temperaturen
dann spürbar auf das Winterniveau ab, wobei bereits
im September in Höhen über 800 m ü.d.M.
mit Frost während der Nächte gerechnet
werden muss.