Im Gegensatz zu den im Demänovská dolina befindlichen Karsthöhlen ist die Entstehung der Belianska jaskyòa
nicht auf die modellierende Kraft unterirdisch führender Bachläufe zurückzuführen. Vielmehr entstand dieses Höhlensystem durch einsickerndes Oberflächenwasser, dessen korrosive Wirkung zu Hohlräumen im dunkelgrauen Gutensteinkalk des mittleren Trias führte. Solche Hohlräume
bildeten sich vorwiegend an den Berührungsflächen
der verschiedenen Kalksteinschichten sowie
durch nachgebendes Gestein an den Querungspunkten
und tektonischen Spalten. Dabei sind vorallem
die stark geneigten Gänge
charakteristisch, die die einzelnen Kammern
(Dome) miteinander verbinden.
In den Gängen, Hallen und Felsklüften sind eine Vielzahl von Tierarten ansässig. Hervorzuheben ist hierbei unteranderem eine zur Unterordnung der Fledermäuse gehörende Art des Großen Mausohrs (Myotis myotis).
In den Höhlenseen hat zudem ein präglaziales Relikt aus dem Erdzeitalter des Karbon überlebt - Bathynella natans. Dieses ca. 1,5 mm große Krebstier fand in den dunklen und geschützten Höhlenseen ein ideales Rückzugsgebiet mit konstanten Lebensbedingungen.
Der Eingang zur Höhle befindet sich auf einer Höhe von 890 m ü. NN und kann über einen zum Lehrpfad (gelbe Wegmarkierung) ausgebauten Fußweg erreicht werden.
Auf einer Länge von 890 m überwindet dieser einen Höhenunterschied von 122 m und ermöglicht so den bequemen Aufstieg zum Höhleneingang in ca. 15 - 20 Minuten. Der Besucher kann sich auf insgesamt 6 auch in deutscher Sprache verfügbaren Informationstafeln näher über die Geologie, Geomorphologie, Pflanzen- und Tierwelt sowie über den Aufbau der Belaer-Tropfsteinhöhle informieren.