Aufgrund
der beeindruckenden Aussicht auf das gesamte Hochgebirgspanorama
der Hohen-Tatra gehört das Gipfelmassiv des Rysy (dt. Meeraugspitze)
zu den bekanntesten und beliebtesten Aufstiegszielen ambitionierter
Bergwanderer. Eindrucksvoll bleiben die angrenzenden Täler mit
ihren wild romantischen Bergseen in Erinnerung, die wie Oasen
inmitten einer rauhen und kargen Felslandschaft erscheinen. Mühelos
reicht der Ausblick vom Gebiet der Hohen-Tatra über den Gebirgszug
der "Belianské Tatry" (Belaer Tatra) bis hinein in die "Podtatranska
brazda". Gleichzeitig eröffnet sich ein herrlicher Einblick in
die benachbarten Täler "Bielovodská dolina" (dt. Weißwassertal) , "Dolina
Rybiego Potoku" (dt. Fischbachtal) und dem Kessel "Kotlina ®abich
Plies" (Froschseetal).
Das Felsmassiv des Rysy befindet sich im Hauptkamm der Hohen-Tatra
und besteht aus insgesamt 3 Gipfeln. Mit einer Höhe von 2.499
m ist der Nordgipfel nicht nur der höchste Punkt der polnischen
Tatra, sondern ebenfalls Staatsgrenze zwischen der Slowakei und
Polen. Verläuft die Staatsgrenze zunächst aus westlicher Richtung
auf dem Hauptkamm der Hohen-Tatra, folgt sie beginnend am Nordgipfel
des Rysy nunmehr dem langgestreckten nördlichen Seitenkamm. Der
Hauptkamm der Hohen-Tatra knickt in einem rechten Winkel nach
Süden ab, so dass sich sowohl der mittlere Hauptgipfel (2.503
m) als auch der südliche Nebengipfel (2.473 m) des Rysy vollständig
auf slowakischem Staatsgebiet befindet.
Der
Aufstieg zum Gipfel erfolgt wahlweise aus dem polnischen Tal
"Dolina Rybiego Potoku" (dt. Fischbachtal) oder aber auf
slowakischer Seite über das Tal "Mengusovská dolina" (dt.
Mengsdorfer Tal). Eine Kombination der Routen ist unter Beachtung
der Grenzbestimmungen möglich (Gebirgsquerung).
Der Rückweg erfolgt auf der Aufstiegsroute bis zum Ausgangspunkt.
Anforderungen/Schwierigkeitsgrad
Die
Tour ist gut bis ausreichend markiert, wobei im letzten Abschnitt
unterhalb des Gipfels die Orientierung teilweise besondere Aufmerksamkeit
erfordert.
Der Aufstieg ist anstrengend und erfolgt auf einem kurzen Abschnitt
unter Verwendung einer Kettensicherung. Die mäßig
steil verlaufenden naturbelassenen Gebirgssteige erfordern Trittsicherheit
und geeignetes Schuhwerk. An mehreren Gesteinsstufen ist die
Zuhilfenahme der Hände erforderlich.
Auf ausreichende Ausstattung für Hochgebirgswanderer ist
zu achten (Trinkwasser, Erste-Hilfe-Set, Bekleidung). Auf dem
Gipfel besteht beim Verlassen der markierten Steige an einigen
Stellen Absturzgefahr!
Die rot markierte Route aus dem polnischen Tal "Dolina Rybiego
Potoku" (dt. Fischbachtal) ist sehr anspruchsvoll. Im oberen
Teil des Aufstieges sind die Wege mit Ketten versichert, fallen
zum Teil steil ab und sind nur von ausreichend konditionierten,
trittsicheren und alpin erfahrenden Wanderern zu bewältigen.
Saisonale
Zugangsbeschränkungen
nur
während der Sommersaison vom 15.06. - 31.10. zugänglich