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Bergwanderungen in der Hohen-Tatra
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 Kriváò
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Die Erstbesteigung des Gipfels ist nicht dokumentiert. Es kann heute davon ausgegangen werden, dass bereits im 15. Jahrhundert Bergleute den Gipfel besuchten. Zu dieser Zeit entwickelte sich an den Hängen des Krivan eine intensive Bergbautätigkeit, deren Spuren noch heute als Stollen und Abraumhalten sichtbar sind. Nachdem die Ausbeute an Gold hinter den Erwartungen zurückblieb, richtete sich bis zur Aufgabe des Bergbaus im Jahre 1788 das Interesse auf Zinn und Antimon. Eine Vielzahl von zeitgenössischen Persönlichkeiten bestiegen diesen Gipfel, wobei sicherlich der Besuch von Friedrich August II König von Sachsen in Begleitung von Vertretern des ungarischen Adels am 04. August 1840 eine besondere Bedeutung erlangte. Im Gedenken an diesen Besuch wurde durch die Staatsforstverwaltung in Liptovský Hrádok ein 3 Meter hohes Monument mit deutscher und lateinischer Inschrift errichtet. Im erwachenden Nationalbewußtsein der Slowaken führte das Monument zwangsläufig zu Unmut und Protesten, die letztlich in der Zerstörung des Monuments während des 2. Nationalausflugs im Jahre 1861 gipfelten. Seit 1955 sind die traditionellen Gipfelbesteigungen dem slowakischen Nationalaufstand und der Partisanenbewegung in den Waldgebieten unterhalb des Krivan gewidmet, verlieren jedoch seit 1991 immer mehr an ihrer ursprünglichen Bedeutung.

Der Gipfel bietet einen herrlichen Rundblick auf die West-Tatra, die Hohe-Tatra und in Teile der Liptau. Die Aussicht auf die benachbarten Täler "Koprová dolina" und "Važecká dolina", die Bergseen "Krivánske Zelené pleso" und "Jamské pleso" entschädigen zudem für den anstrengenden Aufstieg.
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